Fuente Ovejuna
Im Stück der Klasse 4B geht es um die Unterdrückung der Angestellten durch den sadisti-schen Chef der Firma “ Fuente Ovejuna“ und dem ihm treu ergebenen Management. Die Arbeiterschicht, die dies zu Beginn noch einfach hinnimmt, lehnt sich im Verlauf der Hand-lung gegen die Oberschicht auf. Das ursprüngliche Drama, geschrieben von Lope Félix de Vega Carpis im Jahre 1619, wurde äusserst geschickt und authentisch in unsere Zeit übertragen.
Sprachlich bietet das Stück einen Mix aus Althochdeutsch und Spanisch, dies ist zu Beginn noch etwas gewöhnungsbedürftig. Doch sobald sich alle Handlungsstränge und Beziehungen offenbaren, wird der Zuschauer in die Welt von Fuente Ovejuna entführt.
Die Klasse 4B bewegt sich schauspielerisch zweifellos auf einem hohen Niveau, welches auch nicht unter dem komplexen Gemisch aus Althochdeutsch und Spanischen Ausrufen leidet. Ein wenig Schade ist, dass einige Nebenrollen mit ihren durchaus lustigen Aktionen etwas von der parallel dazu laufenden Haupthandlung ablenken.
Ergänzt wird das Drama durch meist gute instrumentale Einlagen sowie Gesangs- und Tanzstücke. Langeweile kommt während der gut einstündigen Inszenierung also niemals auf! Dafür sorgt auch das gut durchdachte Bühnenbild, das den Zuschauerraum ebenfalls mitein-bezieht.
Schade ist, dass der Schluss zeitweise nur auf Spanisch gesprochen wird, was bei manchen Zuschauern Verwirrung stiftet.
An aktuellen Inhalten fehlt es dem Stück Fuente Ovejuna nicht, die Übertragung des Stückes in die heutige Zeit und die Wahl einer Firma als Handlungsort ist äusserst gelungen. Die spannende Handlung und die hohe schauspielerische Leistung der Klasse 4B machen Fuente Ovejuna zu einem interessanten Theaterabend.
- Benjamin & David
